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Hochzeitsreise mit dem RLT Rodgau zum Prag-Marathon

Manuela & Thorsten Aull vom RLT Rodgau gönnten sich eine Hochzeitsreise der besonderen Art und fuhren, begleitet von zahlreichen Läuferinnen, Läufern und Fans für ein verlängertes Wochenende zum Marathon nach Prag. Ihren Sohn Linus (knapp 2 Jahre) haben Sie als Maskottchen der Reisegruppe auch mitgenommen.

Die Anreise erfolgte bequem per Bus und Quartier wurde in einem Hotel, das direkt am zentral gelegenen Wenzelsplatz lag, genommen. Am Ankunfstag herrschten in Prag noch sommerliche Temperaturen von 30 Grad und die Gruppe saß abends nach dem typisch böhmischen Abendessen mit Braten, Knödeln, Bier und Musik noch recht lange auf dem Wenzelsplatz und konnte sich nicht vorstellen, dass es in der Nacht einen Temperatursturz geben sollte.

Doch es kam so und am nächsten Morgen zeigte das Thermometer nur noch knapp über 10 Grad. Trotzdem unternahm die RLT Gruppe einen ausgiebigen Rundgang durch die goldene Stadt mit einer Stadtführerin, an der Burg beginnend, weiter durch den Stadtteil „Kleinseite“, über die 16 Bögen der Karlsbrücke in die Altstadt und durch das jüdische Viertel. Anschließend wurde in der Prager Expo die Marathonmesse besucht, um die Startunterlagen abzuholen. An den dortigen Ständen mit Läuferbekleidung und  -nahrung,  wurde auch für alle möglichen Marathonläufe in der Welt geworben. Wo fährt der RLT im nächsten Jahr hin? Nach Wuxi in China oder doch lieber in vertrautere Gefilde wie Salzburg, wo wir noch nicht waren. Schau´n wir mal.

 

Am Sonntag, dem Marathontag, herrschten auch nur Temperaturen von höchstens 13 Grad, was die Läuferin & die Läufer vom RLT nicht störte. Sie erzählten später, dass sie nach dem Start, der mitten im historischen Dreigestirn bestehend aus dem Altstädter Rathauses, der Teyn- und der Nikolauskirche erfolgte, noch recht lange die zum Start gespielten Klänge der „Moldau“ von Smetana im Ohr hatten. Obwohl im Vorfeld  die Informationen zum Lauf sehr dürftig waren und auch keine Starterliste im Internet veröffentlicht wurde, war der „Volkswagen Marathon Prag“ hervorragend organisiert und die zahlreichen Verpflegungsstände an der Strecke gut sortiert.

Die Laufstrecke führte hauptsächlich entlang des Flusses und durch das Herz der mittelalterlichen Stadt. Sie war sehr Zuschauer freundlich und alle mitgereisten Fans inkl. Linus feuerten die Marathonläuferin und die 7 Läufer des RLT an vielen Punkten an und begleiteten Sie bis ins Ziel, das sich wiederum am Altstädter Ring befand.

Als erster RLT Läufer kam Markus Müller in 3:16:41 ins Ziel. Es war sein erster Marathon für den RLT und somit Bestzeit. Sven Kempe folgte in 3:38:32.

Seinen ganzen diesjährigen Trainingsplan hatte Gerd Stojanik auf diesen Marathon ausgerichtet und konnte sich somit auf den Punkt genau in bestechender Form präsentieren. Mit seiner zweitbesten Marathonzeit von 3:44:01 belohnte er sich für das intensive Training der letzten Wochen. Selbst Thorsten Aull, ganze 6 Altersklassen jünger, konnte er auf den Platz hinter sich verweisen. Thorsten hatte auch in den letzten Wochen kaum Zeit zum trainieren, nur ein Wochenende vor dem Prag-Marathon hatten wir noch auf seiner kirchlichen Trauung und der Taufe von Maskottchen Linus getanzt und gefeiert. Er erreichte das Ziel in  3:44:13.

Auch Hugo Blaum lief souverän in 3:55:01 deutlich unter der 4-Stunden-Marke über die Ziellinie.

Dies schaffte Gerhard Walper zwar nicht, dafür konnte er den Lauf durch die geschichtsträchtige Stadt mit  4:10:12 länger genießen. Ihm folgte Marita Hermes, die einzige RLT Starterin, die sich auf die Strecke traute, souverän in 4:11:33.

Nur Richard „Ritchy“ Wolanin musste auf Grund von Achillessehnenbeschwerden den Lauf bei KM 22 vorzeitig beenden.

Am Abend feierte die RLT Truppe im „Svejk Restaurant zum Kelch“ mit deftigem böhmischen Essen, Volksweisen und reichlich Bier die sportlichen Erfolge und nahm Abschied von der Hauptstadt der tschechischen Republik die auch gleichzeitig die bedeutendste städtische Denkmalschutzzone als Weltkulturerbe der UNESCO ist.

Nach einem Abschiedsrundgang in der Altstadt wurde am Montag die Heimreise in den Rodgau angetreten und alle sind wieder wohlbehalten zu Hause angekommen und freuen sich bereits auf die nächstjährige Marathonreise des Vereins.