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Rodgau Lauftreff räumt in Lübeck ab

RLT Marathon-Vereins-Reise in die Hansestadt Lübeck

2018 führte der alljährlich stattfindende Vereinsmarathon vom 12. bis 15. Oktober in die geschichtsträchtige  Universitäts- und Hansestadt Lübeck. Top organisiert wurde die Fahrt von Lauftreff-Leiterin Marita Hermes und Ihrem Mann Klaus. Das gebuchte „Hotel Excelsior“ lag zwischen dem altertümlichen Hauptbahnhof und dem Holstentor, dem Wahrzeichen der Stadt und damit nur wenige Minuten von der beeindruckenden Altstadt mir seinen sieben Türmen entfernt. Während der vier Ausflugstage war dem Verein ein goldener Herbst beschert. Wertvolle Tipps und Anregungen erhielten die Teilnehmer bei der 2 stündigen Stadtführung am Samstag auch von Vereinsgründer Wolfgang und Gerda Pinnow, die in ihrer Kindheit und Jugend hier beheimatet waren. Gegen Mittag endete die Besichtigung auf dem Kohlmarkt  direkt am Rathaus, dem Start- und Ziel-Bereich des 11. Stadtwerke Marathon. Nach Abholung der Startunterlagen war der Nachmittag zur freien Verfügung. Einige nutzten die sommerlichen 27° um nach Travemünde oder Timmendorfer Strand raus zufahren und die Ostsee zu besichtigen, andere entspannten vor der sportlichen Herausforderung im Marzipan-Haus Niederegger oder eines der Lokale an der Ober- bzw. Untertrave. Abends traf man sich zur Nudelparty in der Pizzeria „Diavolo“, um die Kohlenhydrat-Speicher auf zu füllen.

 

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Am Sonntag war es anfangs noch kühl. Hinter dem Rathaus starteten um 10:00 Uhr die 6 Marathonis des RLT-Teams. Die 42,2 km lange Strecke führte hinunter um das Holstentor, dann wieder bergan zurück, am Marienplatz vorbei, hinunter durch das Burgtor auf der anderen Seite Lübecks, hinaus auf die Schnellstraße Richtung Travemünde. „Eben ist anders“ - allein beim Durchlaufen des Herrentunnel unter der Trave hindurch waren ca. 100 Höhenmeter zu überwinden. Belohnt wurden die Marathonis, als sie zwischen km 14 und 15 den Damm, mit Blick auf den Industriehafen mit riesigen Schiffen und die Stadt Travemünde, erklommen hatten. Auf der Promenade wurden die Läufer mit viel Tam-Tam willkommen geheißen und angefeuert. Nach Umlaufen des Leuchtturmes auf der Mole und der Wende am westlichen Ende der Stadt ging es auf gleichem Weg zurück nach Lübeck. Nun liefen die Akteure nicht nur den langsameren Läufern, sondern auch der höher steigenden Sonne entgegen, und einige hatten, trotz Getränkestände alle 2,5 km, mit der Hitze zu kämpfen. Am letzten Verpflegungsstand vor dem Burgtor wurde den Teilnehmern Lübecker Marzipan gereicht. Schnellster Marathoni im RLT-Hemd war Thomas Fischer mit 3:20:31 als 22 Mann gesamt und 3. seiner AK. Er war begeistert - schneller war er letztmals 2011 beim FFM- Marathon gelaufen. Seine Frau Bärbel hatte das Glück über die Hälfte der Strecke mit einem „Küstenläufer“ aus der Region zu absolvierten und gewann ihre AK souverän in 3:40:44 und wurde achte Frau gesamt.

Ebenfalls den Altersklassensieg holten sich  Hartmut Wirth in 3:52:49 und Marita Hermes in 4:12:19. Als älteste Marathon-Läuferin im Feld holte sich Marita nicht nur den AK Sieg sondern kam fast 1,5 Stunden vor der Zweitplatzierten ins Ziel. Einige Jahre hatten sich Cordula und Stefan Ott verletzungsbedingt zurückgezogen, waren Marathon und Ultras nur noch gewandert. Doch für 2019 haben sie sich wieder große Ziele gesteckt. Hierfür gilt es sich rechtzeitig fit zu machen und sie nutzten den Marathon, um sich in der Lauf-Szene zurückzumelden. Cordula durchlief das Ziel in 5:08:59 und Stefan in 5:25:09. Weniger attraktiv war die Halbmarathon-Strecke, da sie zwar die beiden Stadttore und den Herrentunnel beinhaltete, aber bereits in Kücknitz wendete. Während auf der Marathonstrecke ca. 400 Läufer unterwegs waren, zählte der Halbmarathon ca. 1000 Läuferinnen und Läufer. Als erste vom RLT-Team erreichte Kamilla Spahn-Lundgren als 4. ihrer AK in 1:53:21 das Ziel, gefolgt von ihrem Mann Volker Spahn in 2:11:20. Stefanie Assion erreichte die Innenstadt in 2:17:35 und die jüngste im RLT-Aufgebot, Dagmar Junker; in 2:23:20. Nach Krankheitspause freute sie sich, erstmals in diesem Jahr wieder einen 21,1-km-Wettkampf bestritten zu haben, ganz unter dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“.

Unter den ca. 600 Teilnehmern der 10 km Distanz waren 9 RLT-ler gestartet. Am Schnellsten war hier Holger Assion in 46:19 als 6. seiner AK. Dorothee Wirth erkämpfte sich in 54:53 den Altersklassen-Sieg. Gerlinde Müller wurde mit 58:07 Dritte ihrer AK, dicht gefolgt von Joachim Quaiser, der in 58:19 den zweiten Platz seiner AK belegte. Unter der 1-Stunden-Marke blieben mit 59:31 Klaus Hermes und mit 59:45 Solvig Müller, die damit ihre persönliche Bestzeit aufstellte. Birgit Schrottenbaum folgte in 1:01:20. Wolfgang Pinnow holte sich den 3. Platz in der M80 in 1:15:44, obwohl er mit seinen 87 Jahren in die M85 gehört und alle anderen M80 Finisher, vor und hinter ihm, gerade das erste Jahr in der M80 absolvierten. Daniela Hauptmann wollte eigentlich 10 km Walken, war aber irrtümlich beim Laufen gemeldet –  leider. Denn mit 1:25:28 hätte sie beim Walking Platz 3 ihrer AK belegt.

Als gemeldeter Walker über 10 km benötigte Sigurd Haarstark 1:16:36 und belegte den 3. Platz seiner AK und den 6. Gesamtplatz und Elke Krug wurde mit 1:50:11 vierte ihrer AK.

Am Nachmittag saß man in kleinen Gruppen in den Straßencafes/ -lokalen an der Obertrave im herrlichen Sonnenschein und füllte seine Flüssigkeitsspeicher auf bzw. begab man sich auf Trave-Bootsfahrt oder besuchte die Ostsee.

Am Abend ließen die Aktiven sowie ihre Fans den Tag bei gemütlichem Essen und Beisammensein im originellen Restaurant „Schiffergesellschaft“ ausklingen und feierte die Erfolge. Marita und Klaus Hermes hatten für Alle kleine Tütchen mit Lübecker Marzipan gepackt und verteilt.

Bärbel Fischer

Pressewart RLT-Rodgau

   
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