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Nach dem Lauf ist vor dem Lauf:
 

 

23.08.2019: Ab heute ist die Online-Anmeldung für unseren 21. Ultramarathon geöffnet. 

04.07.2019: Die Vorbereitungen für den 21. Ultramarathon am 25.01.2020 sind schon wieder in vollem Gange. 

Nach der Auswertung der Erfahrungen beim diesjährigen Lauf haben wir uns ausführlich mit dem Thema Plastikbecher befasst. Wir benötigen bei unserem Lauf rund 10.000 Becher, davon 8.000 am Verpflegungspunkt und 2.000 bei der Zielverpflegung. 

Die gegenwärtige Verteufelung des Plastiks hat gute Gründe und ist sehr verständlich, wenn man die Bilder von den Müllansammlungen in den Weltmeeren und von dem Mageninhalt verstorbener Wale sieht. Unser Teamleiter für die Läuferverpflegung hat 7 Alternativen für unseren Plastikbecher gefunden, Probebecher beschafft und die Eigenschaften zusammengetragen. Hier ist die Kurzzusammenstellung. Bei der intensiven Beschäftigung mit dem Thema insgesamt und mit den einzelnen Alternativen kamen wir zu folgenden Erkenntnissen und Ergebnissen:

 

Merksatz: Gut entsorgtes Plastik ist ein kleines Umweltproblem, Plastik in der Umwelt ein sehr großes. Wir stellen schon immer sicher, dass praktisch keiner der 10.000 Becher nach dem Lauf an der Strecke liegen bleibt. Nach allem, was wir gelesen haben, gilt wohl: "In Deutschland landet das Plastik nicht im Meer." Es wird recycelt oder verbrannt. 

Die Umweltschädlichkeit von Plastik relativiert sich stark (vorausgesetzt man wirft es am Ende nicht in die Landschaft), wenn man beim Vergleich mit anderen Materialien den gesamten Prozess von der Produktion bis zur Entsorgung betrachtet. Der einfache Plastikbecher, den wir verwenden, verbraucht bei der Herstellung sehr wenig Energie, Wasser und Material. Der Zellstoff für die Pappbecher wird zu 90% aus Holz und nur zu 10 % aus recyceltem Material hergestellt und verbraucht bei der Herstellung unter anderem viel Wasser. Die Deutsche Umwelthilfe sieht auch die Bioplastik (PLA, Polyactide) kritisch, die meisten Kommunen verbieten das Sammeln von Biomüll in solchen Bioabfallbeuteln wegen Problemen bei der Kompostierbarkeit. 

Wir haben bei der Beschäftigung mit dem Problem gelernt: Plastik vermeiden, wo immer es geht, und wo Plastik weiter verwendet wird, auf vollständige und sichere Entsorgung achten. Wird Plastik durch andere Materialien ersetzt, wird die Öko-Bilanz meist nur wenig besser, manchmal sogar schlechter. (Eine Papiertüte muss wegen der aufwendigeren Herstellung vielfach wiederverwendet werden, bis ihre Öko-Bilanz so gut wird wie die einer Plastiktüte. Sie verrottet allerdings viel schneller.)

Eine andere Alternative wären Mehrwegbecher. Wir glauben nicht, dass die große Mehrzahl der Läufer/innen bereit und in der Lage wäre, so einen Becher über 50 km mit sich zu führen und in jeder Runde am Verpflegungspunkt auffüllen zu lassen. Bliebe, die Mehrwegbecher nach dem Verpflegungspunkt einzusammeln, zu spülen und dann wiederzuverwenden. Zu dem erhöhten Energie- und Materialverbrauch bei derr Produktion der Mehrwegbecher käme der große Wasser- und Energieverbrauch, um Ende Januar im Freien gut 6 Stunden lang frisches heißes Spülwasser bereitzustellen. Dazu kommt noch das notwendige Personal zum Spülen.

Aus diesen Gründen haben wir beschlossen, so lange es die EU noch zulässt, weiter die bewährten und sehr preisweerten Einwegbecher zu benutzen und sicher zu entsorgen. Wir hoffen, dass es bis dahin Becher gibt, die sowohl in Bezug auf die Umweltverträglichkeit, als auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit und die gesamte Ökö-Bilanz deutlich besser sind als der jetzige Plastikbecher.

   
© Rodgau-Lauftreff e.V.