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1. Ultramarathon über 50 km des RLT Rodgau 

Der nationale Ultra-Start ins neue Jahrtausend 

Viel schlimmer kann es kaum noch kommen. Wenn sich Läufer einer Herausforderung von 50 km stellen und der Veranstalter zum ersten Mal das Wagnis der Organisation auf sich nimmt, dann sind Sturmböen sowie Regen- und Graupelschauer bei Temperaturen knapp über 0° wohl nur dazu geeignet, allen Beteiligten den Spaß zu verderben

– denkt der Durchschnittssportler und liegt falsch. Aber 84 UltraläuferInnen ließen sich von diesen Bedingungen nicht abhalten. 30 kamen zwar erst gar nicht, aber 19 Nachmeldungen sprechen für sich. 

Die Favoriten, Ulrich Grallath, MTP Hersbruck, und Constanze Wagner, TV Mannheim-Rheinau, legten von Beginn an ein Tempo vor, dem die Konkurrenz nicht gewachsen war. Die Einsamkeit ds Langläufers bekam vor allem Grallath zu spüren, der sich mit einem km-Schnitt von 4 Minuten 10 Runden lang durch den Wald, das Feld und die Freizeitanlage erfolgreich dem Sturmtief „Kerstin“ entgegen stemmte. 

„Teilweise hatte ich das Gefühl, rückwärts zu laufen“, kommentierte der in 3:23:02 h siegreiche Bayer, der angesichts seines überlegenen Sieges vor Ulrich Amborn, LG Offenbach, 3:33:31, und Stefan Hinze, SSC Hanau-Rodenbach, 3:47:41, eine erste Empfehlung für die Berufung in das DLV-Ultramarathon-Nationalteam abgab. 

Constanze Wagner machte in dem zahlenmäßig schwach besetzten Frauenfeld den Männern Konkurrenz. Nach 3:58:54 h belegte sie den 6. Gesamtplatz. Angesichts der schwierigen Bedingungen spielte die Endzeit für viele Teilnehmer nur eine untergeordnete Rolle. 

Der Rodgau-Lauftreff will auf der nach IAAF-Regeln vermessenen Strecke auch weiterhin einen 50km-Lauf anbieten. 

          

Die Bilder zeigen Constanze Wagner beim Zieleinlauf und Ulrich Grallath bei der Siegerehrung.

(rs)

   
© Rodgau-Lauftreff e.V.