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9. Ultra-Marathon des RLT-Rodgau 

Ein Lauffest mit Tendenz zu Kult und Rekorden 

Mit fast 900 Voranmeldungen verzeichnete der Rodgau Lauftreff eine erneut gestiegene Nachfrage nach seinem Ruf zu 10 Runden a 5 km rund um die traditionsreiche Gänsbrüh in Rodgau-Dudenhofen . 642 Starter liefen schließlich durch die elektronische Zeitmessung, darunter Läufer aus ganz Europa und allen Teilen Deutschlands. Das waren 70 Läufer mehr als vor einem Jahr, rund. 8-mal so viel wie beim 1.Start zur Jahrtausendwende.

Die nationale Spitzenklasse der Ultra-Läufer war ebenso vertreten wie die wachsende Zahl der engagierten Hobbyläufer. Bürgermeister Alois Schwab gab wieder pünktlich um 10:00 Uhr den Startschuss ab. 

Aus der unmittelbaren Region waren Läufer aus Rödermark, Seligenstadt und natürlich Rodgau selbst vertreten, darunter 10 Läufer des RLT. Stammgäste kommen aus der gesamten Rhein-Main-Region ebenso wie aus dem benachbarten Aschaffenburg und Main-Spessart-Kreis. Rekordverdächtig war auch das Wetter. Nach einigen Jahren mit Schnee, Eisregen, Sturmtiefs und Kälte bis Minus 10 Grad zeigte sich diesmal das Wetter von seiner besten Seite. Angenehme 4- 5 Grad beim Start, kein Regen, wenig Wind und viel Sonne. Die Wege waren top in Ordnung. Dies waren die Grundlagen für herausragende Ergebnisse. Selbst die in Dudenhofen - trotz mehrfacher Hinweise in der Presse - scheinbar unvermeidlichen Holzfäller konnten den Lauf nicht stoppen. 

Die ersten 3 Männer liefen in absoluten Spitzenzeiten ein. Nur 3 Stunden und 08 Minuten benötigte der Sieger Thomas Dehaut von der LLG Landstuhl (das ist neuer deutscher Altersklassenrekord), 3:11 der deutsche 100 km-Meister Michael Sommer von der EK Schwaikheim und 3:12 Helmut Dehaut vom VT Zweibrücken. Ebenso dicht war ihnen der Vorjahresdritte Thomas König aus Lößnitz als Vierter mit 3:18 auf den Fersen. Lokalmatador Uli Amborn von der LG Offenbach lief als 8. eine Zeit von 3:33 und belegte damit Platz 1 der Altersklasse  M 50! Die Einlaufdichte zeigt deutlich den tollen Kampfgeist um den Sieg. Auch für die fachkundigen Zuschauer eine spannende Angelegenheit. 

Bei den ersten 3 Frauen war der Siegeswille nicht minder ausgeprägt. Die Platzrekordhalterin Constanze Wagner aus Reichelsheim im Odenwald , die nach langer Verletzungspause erstmals wieder ein so langes Rennen anging, lieferte sich mit der Topläuferin Martina Gross aus Kronberg im Taunus ein hartes Rennen, das Martina mit 3:42 für sich entscheiden konnte. Für Constanze waren die letzten Runden muskulär nicht mehr ohne Schmerzen durchzustehen. Trotzdem lieferte sie als 2. Siegerin mit 3:48 eine super Zeit ab. Immerhin ließ sie damit über 600 Läufer hinter sich. Überraschungsdritte war die ebenfalls sehr sympathische Dorothea Frey von der TF Feuerbach bei Stuttgart mit tollen 3.49. 

Gesamtsportlich konnte der RLT mit seinen 70 Helfern eine bemerkenswerte sportliche Bilanz verzeichnen. Von den 642 Startern liefen 450 die volle Distanz von 50 km.

63 Läufer erreichten das Ziel unter 4 Stunden, 256 zwischen 4 – 5 Stunden und 127 benötigten 5 -6 Stunden. Rund 200  Läufer begnügten sich mit Distanzen zwischen 20 und 40 km. Das ist Breitensport erster Güte. Ein gutes Beispiel dafür ist auch das Debüt von Ulli Schauberger aus Hainhausen, ehemaliger Torwart des OFC zu Erstligazeiten, der seine Ankündigung wahr machte und über die volle Distanz ging. Seinen ersten. Ultra lief er in 5:32 locker durch. Er war so begeistert, dass er sich sofort wieder für den nächsten Lauf ankündigte. 

Schnellster Rodgauer war Thomas Fischer vom RLT Rodgau in 3:55:42 Stunden, dicht gefolgt von Hartmut Wirth vom RLT in 3:56:49. Überhaupt schlugen sich die RLTler sehr erfolgreich. Alle 10 Starter liefen über die volle Distanz, darunter 2 Debütanten: Marita Hermes aus Weiskirchen schaffte die Strecke in bemerkenswerten 5:12 und Thorsten Oettle in tollen 4:37:33, dicht gefolgt von der Serienschnellsten bei der Winterlaufserie aus Rodgau Bärbel Fischer in 4:37:36. Persönliche Bestzeit lief Dorothee Wirth mit 4:19 und erreichte damit den 1. Platz ihrer Altersklasse. Die Routiniers Reinhardt Schulz 4:26, Gerhard Walper 4:43, Thosten Poppert mit 4:45 und last but not least Rainer Bergert mit 5:55 zeigten ihre gewohnte Klasse. 

Das Interesse an dem RLT–Ultramarathon in der Öffentlichkeit zeigte sich wieder in einer bemerkenswerten Berichterstattung durch die lokale und überregionale Presse, bis hin zur BILD. Fachlich besonders ausgeprägt wird in den Internetseiten der Ultra-Szene wie dem „Laufreport“, "marathon4you", der Deutschen Ultramarathon Vereinigung (DUV)und dem Verein zur Förderung des Ultramarathonlaufs (VFUM) mit vielen Bildern und mehrseitigem Text berichtet. Auch die Stadt Rodgau wird dabei als Standort und Kommune im Herzen Deutschlands besonders beleuchtet ( vfum.de). 

Der RLT, der 2008 sein 25. Jubiläum feiert, freut sich schon auf den 10. Lauf im Januar 2009 und erwartet erneut ein großes Interesse. Das Orga-Team, unter der Leitung der 2. Vorsitzenden Ursula Kraus, beginnt bereits am 26. Feb. mit den Vorbereitungen für 2009.

Wer sich für mehr und fürs  Laufen beim RLT interessiert, dem steht die Webseite des „RLT-Rodgau“ zur Verfügung ( http://www.rlt-rodgau.de ). 

(ef)

   
© Rodgau-Lauftreff e.V.